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Inthronisation des neuen Erzbischofs von Canterbury

Am 27. Februar 2003 wurde Rowan Williams als Erzbischof von Canterbury offiziell inthronisiert. Diese Feier ist der Höhepunkt und der Abschluss der vielen Zeremonien zu seinem Amtsantritt.

Die Inthronisation fand in der Kathedrale von Canterbury statt. Sie ist die Kathedrale des neuen Erzbischofs und geistliches Zentrum der anglikanischen Welt. Dieses Erzbistum wurde vom heiligen Augustinus von Canterbury, dem Apostel Englands, 597 begründet. Rowan Williams ist der 104. Erzbischof von Canterbury.

Die Verbundenheit mit den Anfängen des Bistums wurde über die Reformation hinweg dadurch gezeigt, dass Williams für seinen Amtseid das sogenannte Evangeliar von Canterbury verwendet wurde, das im 6. Jahrhundert Augustinus aus Rom nach Canterbury mitbrachte.

Die ganze Anglikanische Gemeinschaft war durch hochrangige Gäste vertreten. Fast alle Mitgliedskirchen der Anglikanischen Gemeinschaft wurden durch ihren jeweiligen Primas repräsentiert. Ebenso wirkte ein Großteil der englischen Bischöfe mit. Für das weltliche Oberhaupt, die Queen, war Prinz Charles anwesend.

Auch die übrige Christenheit war hochrangig vertreten. Für die römisch-katholische Kirche nahmen Kardinal Kasper und der Erzbischof von Westminster Kardinal Murphy o Connor, für den Patriarchen von Konstantinopel der Metropolit Gregorios von Thytheira und Großbritannien teil.

Photo: James Rosenthal/Anglican World

Vertreter aus allen Teile der Anglikanischen Gemeinschaft ziehen in die Kathedrale von Canterbury ein

 

 

 

Photo: James Rosenthal/Anglican World

Der Erzbischof ehrt das Evangelium. Dabei verwendet er das Evangeliar des heiligen Augustinus von Canterbury

 

Die walisische Herkunft von Rowan Williams wurde in der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes genauso berücksichtigt wie die Internationalität der ganzen Anglikanischen Gemeinschaft, der Williams vorstehen wird. Diese beiden Elemente ergänzten die englische anglikanische Tradition, so dass die Musik zur Würde des Gottesdienstes beitrug.

In seiner Predigt vermied Williams die kontroversen kirchlichen Themen und konzentrierte sich auf den Grundauftrag der Kirche, nämlich den Menschen Christus näher zu bringen. Gut ausgesuchte Lesungen und Gebete ließen die Feier zu einem gelungenen Gottesdienst werden.

Mit diesem Tag ist Williams ein guter Anfang seiner Amtszeit gelungen. Man mag der ganzen Christenheit und insbesondere der Anglikanischen Gemeinschaft wünschen, dass der heutige Tag ein gutes Vorzeichen für seine ganze Amtszeit ist

Thomas Gerold

 

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