Theologie und Glaube


 

Allerheiligen - Eine Erinnerung an die Heiligen Gottes

 

Am ersten November feiern Christen Allerheiligen. Dieses Fest kann uns alle an die Menschen erinnern, die das Ziel ihres Lebens schon erreicht haben. Es lenkt unseren Blick auf diejenigen, die bereits voll und ganz bei Gott angekommen sind also an die Heiligen. Deshalb ist Allerheiligen eigentlich kein Fest der Trauer sondern ein Fest der Freude. Wir denken an diejenigen, die die große Aufgabe des Menschen schon erfüllt haben.

Wenn wir von den Heiligen hören, scheinen die mit uns wenig zu tun zu haben. Manche denken: Heilige sind irgendwelche Ausnahmegestalten die dann irgendwann vom Papst heiliggesprochen wurden. Diese Sicht macht es uns schwer zu sehen, dass wir alle dazu berufen sind Heilige Gottes zu werden. Gott hat uns gemacht, dass wir ganz zu ihm gehören. Er hat uns gemacht, mit ihm in voller Gemeinschaft mit ihm leben. Das scheint ein weit entferntes Ziel zu sein. Doch Allerheiligen sagt uns: Es gibt Menschen, die dieses Ziel erreicht haben. Es gibt Menschen, die voll und ganz Gemeinschaft mit Gott haben. Damit kann uns dieses Fest Mut machen, auch selbst auf diesem Weg weiterzugehen.

 

 

 

 

 

Die Heiligen sind nun nicht nur Vorbilder. Die Heiligen gehören zu uns. Als Christen wissen wir, dass wir als Christen eine Gemeinschaft sind. Wir sind zu einem Leib Christi zusammengefügt. Aus dieser Gemeinschaft fallen die Toten nicht heraus. Sie gehören dazu. Sie vergessen die Lebenden nicht in der Freude über die Herrlichkeit Gottes. Allerheiligen zeigt uns, wie groß die Gemeinschaft derjenigen ist, die zu Christus gehören. Es ist eine Gemeinschaft die über unsere Zeit und über uns, die wir auf Erden leben weit hinausgeht. In dieser Gemeinschaft sind Menschen im Himmel und auf Erden in Christus miteinander tief verbunden.

Thomas Gerold

Weitere Artikel:

Theologie und Glaube - Startseite

Copyright by Q.E.D. 31.10.2003